Wie stylt man eine Anrichte? 12 Einrichtungstipps für ein stilvolles und persönliches Styling

Ein Sideboard wirkt vielleicht wie ein einfaches Möbelstück, doch genau hier geht das Interieur-Styling oft schief. Zu viele Accessoires, alle in der gleichen Höhe, keine klare Komposition oder einfach nur eine Ansammlung von Dingen, für die es sonst nirgendwo einen Platz gab.

Ein gut gestyltes Sideboard funktioniert anders.

Es bildet einen visuellen Ruhepunkt in deinem Interieur und gibt dir die Möglichkeit, verschiedene Elemente – von Kunst und Beleuchtung bis hin zu Keramik und Skulpturen – zusammenzubringen.

Die Kunst besteht nicht darin, das Sideboard so voll wie möglich zu stellen. Die Kunst besteht darin, eine Komposition zu schaffen, die interessant genug ist, um sie anzusehen, und gleichzeitig ruhig genug bleibt, um nicht chaotisch zu wirken.

Beginne mit einem starken Ausgangspunkt

Bevor du Accessoires sammelst, lege zuerst fest, was das wichtigste Element werden soll.

Das kann ein großes Kunstwerk sein, ein Spiegel, eine auffällige Tischlampe oder ein skulpturales Objekt.

Interieurstylisten nennen dies auch einen Focal Point: das Element, das als Erstes die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Alles, was du danach hinzufügst, sollte dieses Element unterstützen und nicht mit ihm konkurrieren.

Ein besonderes Kunstwerk braucht zum Beispiel keine zehn weiteren Accessoires.

Arbeite mit verschiedenen Höhen

Eine der einfachsten Methoden, ein Sideboard professionell wirken zu lassen, ist das Spiel mit der Höhe.

Stelle nicht drei Objekte von ungefähr gleicher Höhe nebeneinander.

Kombiniere zum Beispiel:

eine hohe Vase + ein mittelgroßes Kunstobjekt + eine niedrige Schale

Deine Augen bewegen sich dadurch ganz natürlich durch die Komposition.

Bücher sind hier ein nützliches Styling-Tool. Indem du ein Objekt auf einen Bücherstapel stellst, schaffst du einfach zusätzliche Höhe.

Die Regel der Drei funktioniert, aber nicht immer

Drei Objekte zusammen bilden oft eine angenehme Komposition.

Denk an eine Vase, eine Skulptur und einen Kerzenhalter.

Aber versuche nicht, jedes Sideboard nach exakt derselben Formel zu stylen.

Vier Objekte können ebenfalls wunderbar wirken, wenn sie gut proportioniert sind.

Das Wichtigste ist, dass sich die Elemente visuell unterscheiden.

Lass dein Sideboard nicht symmetrisch werden

Symmetrie kann schön sein, aber ein komplett symmetrisches Sideboard wirkt schnell formell und vorhersehbar.

Versuche es daher einmal mit einer asymmetrischen Komposition.

Platziere zum Beispiel eine große Lampe auf der einen Seite und balanciere sie auf der anderen Seite mit einer Kombination aus Vase, Kunstwerk und kleineren Accessoires aus.

Das Gewicht ist dann nicht gleichmäßig verteilt, aber die Komposition wirkt dennoch ausgewogen.

Dieser Unterschied ist wichtig.

Ausgewogenheit bedeutet nicht, dass alles gleich sein muss.

Nutze Kunst über deinem Sideboard

Ein Sideboard und Kunst sind fast immer eine gute Kombination.

Aber das Kunstwerk muss nicht exakt mittig über dem Möbelstück hängen.

Ein großes Kunstwerk, das etwas aus der Mitte hängt, kann sogar viel interessanter sein.

Du kannst es dann visuell mit einer Lampe oder einem Accessoire auf der anderen Seite verbinden.

Auch mehrere kleinere Kunstwerke können gut funktionieren.

Wähle in diesem Fall verschiedene Formate anstelle eines perfekten Rasters.

Ein Spiegel über einem Sideboard

Ein großer Spiegel kann einem Sideboard eine völlig andere Ausstrahlung verleihen.

Besonders interessant ist es, wenn der Spiegel etwas reflektiert, das du magst, wie ein Fenster, ein Kunstwerk oder eine auffällige Lampe.

Wähle bei einem ruhigen Interieur zum Beispiel eine organische Form.

Bei einem schlichten Interieur kann ein rechteckiger oder minimalistischer Spiegel hingegen schön kontrastieren.

Kombiniere harte und weiche Materialien

Ein Sideboard mit nur Keramik kann etwas schwer wirken.

Füge daher andere Materialien hinzu.

Denk an:

  • Holz
  • Glas
  • Metall
  • Keramik
  • Stein
  • Textilien

Ein Sideboard aus Holz bekommt durch ein Glasobjekt, eine Keramikvase und eine Metalllampe deutlich mehr Tiefe.

Wiederhole eine Farbe aus deinem restlichen Interieur

Ein Sideboard muss nicht für sich allein stehen.

Verwende ein oder zwei Farben, die bereits irgendwo anders im Raum vorhanden sind.

Hast du zum Beispiel einen olivgrünen Sessel? Lass diese Farbe subtil in einem Kunstwerk oder einer Vase wiederkehren.

Hast du viel dunkles Holz? Dann wähle beispielsweise ein Objekt in einem ähnlichen warmen Farbton.

Diese Farbwiederholung in deinem Interieur sorgt dafür, dass das Sideboard Teil des Ganzen wird.

Nutze Beleuchtung als Styling-Objekt

Eine Lampe auf einem Sideboard erfüllt zwei Aufgaben gleichzeitig.

Tagsüber ist sie ein Designobjekt. Abends sorgt sie für stimmungsvolle Beleuchtung.

Das macht eine Tischlampe zu einem der funktionellsten Accessoires für ein Sideboard.

Wähle vorzugsweise eine Lampe mit einer klaren Form.

Eine skulpturale Lampe kann sogar das wichtigste Objekt der gesamten Komposition werden.

Stelle nicht alles nebeneinander

Ein häufiger Fehler ist es, alle Accessoires ordentlich in einer Linie aufzureihen.

Dadurch entsteht eine flache Komposition.

Arbeite lieber mit Schichten.

Ein Kunstwerk kann zum Beispiel etwas weiter hinten stehen, mit einer Vase davor und einem kleinen Objekt auf einem Bücherstapel.

So entsteht Tiefe.

Gib deinen Accessoires Luft zum Atmen

Ein Sideboard muss nicht von Rand zu Rand gefüllt sein.

Mehr noch: Leere Fläche lässt eine Komposition oft luxuriöser wirken.

Wenn du zwischen den Objekten genügend Platz lässt, bekommt jedes Teil mehr Aufmerksamkeit.

Dieses Prinzip findet man häufig im High-End-Interieur-Styling.

Luxus liegt nicht immer in der Menge. Manchmal liegt er in der Reduzierung.

Mixe Design mit persönlichen Fundstücken

Dein Sideboard ist ein perfekter Ort, um deine Persönlichkeit zu zeigen.

Kombiniere Design-Accessoires mit Objekten, die du irgendwo gefunden, geschenkt bekommen oder von einer Reise mitgebracht hast.

Eine moderne Skulptur neben einer Vintage-Vase kann viel interessanter sein als fünf perfekt zusammenpassende Accessoires.

Das Ziel ist nicht, einen Showroom zu kreieren.

Das Ziel ist ein Interieur, das etwas über dich erzählt.

Was stellt man auf ein Sideboard?

Wenn du nach Inspiration suchst, denke an:

Kunst: ein Gemälde, einen Druck oder ein Foto

Beleuchtung: eine Tischlampe oder skulpturale Leuchte

Keramik: eine Vase, eine Schale oder einen Topf

Bücher: einen oder mehrere Stapel Coffee-Table-Books

Objekte: Skulpturen, Kerzenhalter oder besondere Designobjekte

Natürliche Elemente: Blumen, Zweige oder getrocknete Botanicals

Du musst natürlich nicht alles verwenden.

Wähle eine Kombination, die zur Größe des Sideboards passt.

Wie hoch sollten Accessoires auf einem Sideboard sein?

Es gibt keine feste Idealhöhe.

Es geht um den Kontrast zwischen den verschiedenen Objekten.

Eine gute Komposition enthält meist mindestens ein hohes Element und dazu kleinere Teile.

Hast du ein großes Sideboard? Dann darfst du auch mit größeren Accessoires arbeiten.

Eine kleine Vase auf einem riesigen Sideboard verschwindet schlichtweg.

Häufige Fehler beim Styling eines Sideboards

Alles zentrieren.
Dadurch wirkt das Styling vorhersehbar.

Zu viele kleine Accessoires.
Viele kleine Teile sorgen eher für visuelle Unruhe.

Kein Höhenunterschied.
Wenn alles gleich hoch ist, fehlt der Komposition Dynamik.

Alles aus derselben Kollektion.
Ein Interieur gewinnt durch Kontrast an Charakter.

Keine leere Fläche.
Ein überfülltes Sideboard wirkt schneller chaotisch.

Nur dekorativ denken.
Eine Lampe oder Schale kann sowohl schön als auch funktional sein.

Das perfekte Sideboard-Styling in einer Formel

Willst du es einfach halten?

Beginne mit:

1 großem Element

1 Lichtquelle

1 natürlichen oder organischen Element

1 persönlichen Objekt

und ausreichend negativem Raum

Von dort aus kannst du die Komposition bei Bedarf erweitern.

Ein gut gestyltes Sideboard muss letztendlich gar nicht kompliziert sein.

Wähle ein paar besondere Teile, spiele mit Höhe und Material, wiederhole subtil Farben aus deinem Interieur und trau dich, Dinge wegzulassen.

Denn das schönste Sideboard ist nicht das, auf dem am meisten steht.

Es ist das Sideboard, bei dem jedes Objekt bewusst gewählt scheint.

.article__body img { max-width: 25%; height: auto; }